Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5,9

Für das Stöbern auf unseren Seiten 

ein kleiner, hilfreicher Hinweis: 

Die Seiten sind so aufgebaut, 

dass Sie den chronologischen Verlauf sehen,

wenn Sie nach unten scrollen


Mit Gott reden ... auch und gerade in der Krise.

Der Krieg in der Ukraine schreckt auf, rüttelt wach!

Krieg - nicht allein in der Ukraine,

sondern auch an so vielen anderen Orten in der Welt;

oft auch in unmittelbarer Nachbarschaft

mitten im Alltag -

und auch im eigenen Herzen....

Wenn Sie wollen, 

können Sie uns  Ihr Gebetsanliegen schicken.

ev-pfarramt-igersheim@t-online.de



Wir behandeln es vertraulich 

und bringen es in unserem Gebetskreis vor Gott.


Gerne können Sie uns auch ein Gebet schicken, 

das Ihnen Kraft und Hoffnung gegeben hat -

wir werden es gerne hier veröffentlichen,

damit wir im Gebet mit anderen verbunden sind.


Friedenssegen

Gott,
du Quelle des Lebens,
du Atem unsrer Sehnsucht,
du Urgrund allen Seins.

Segne uns
mit dem Licht deiner Gegenwart,
das unsre Fragen durchglüht
und unsren Ängsten standhält.

Segne uns,
damit wir ein Segen
für diese Welt sein können

und mit zärtlichen Händen
und einem hörenden Herzen,
mit offenen Augen
und mit mutigen Schritten

dem Frieden
den Weg bereiten.

Amen.





Gebet um Glauben

Gott, wir möchten Glauben haben /
der über Zweifel siegt,
der Antwort weiß auf Fragen /
und Halt im Leben gibt.
Wir möchten Hoffnung haben /
für uns und unsre Welt,
die auch in dunklen Tagen /
die Zukunft offenhält.
Wir möchten Liebe haben /
die uns die Freiheit gibt,
zum andern Ja zu sagen /
die vorbehaltlos liebt.
Herr, du kannst alles geben:
dass Glauben in uns reift,
dass Hoffnung wächst zum Leben
und Liebe uns ergreift.
Eberhard Borrmann


Gebet der Vereinten Nationen

Herr,
unsere Erde
ist nur ein kleines Gestirn
im großen Weltall.
An uns liegt es,
daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe
nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung
nach Rasse, Hautfarbe
oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute
mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder
und Kindeskinder
einst mit Stolz
den Namen Mensch tragen.

Amen.











Was ich dir wünsche

Nicht, dass du der schönste Baum bist, 

der auf dieser Erde steht.
Nicht, dass du jahraus, jahrein 

leuchtest von Blüten an jedem Zweig.
Aber dass dann und wann
an irgendeinem Ast 

eine Blüte aufbricht,
dass dann und wann 

etwas Schönes gelingt, 

irgendwann ein Wort der Liebe 

ein Herz findet, 

das wünsche ich dir.


Ich wünsche dir, 

dass du dem Himmel nahe bist 

und mit der Erde kräftig verbunden,
dass deine Wurzeln Wasser finden
und deine Zweige im Licht sind.


Dass du Halt findest 

an einem festen Stamm 

und die Kraft hast,
ein Stamm zu sein für die, 

die du tragen sollst.


Dass du mit allem, 

was krumm ist an dir, 

an einem guten Platz leben darfst
und im Licht des Himmels.


Dass auch, was nicht gedeihen konnte, 

gelten darf und auch das Knorrige 

und das Unfertige
an dir und deinem Werk
in der Gnade Gottes Schutz finden.


Hin und wieder eine Stunde 

wünsche ich dir,
in der du den Reichtum erkennst, 

der dir gegeben ist.
Der gütige Gott, der uns versprochen hat, 

bei uns zu sein alle Tage unseres Lebens 

und der die Fülle unseres Lebens will
segne und behüte dich 

und alle Menschen, die du im Herzen hast. 

Gott, der Vater, 

Jesus der Sohn 

und Ruach, die Heilige Geistin 

Amen.

Jörg Zink



Die Last des Tages

Die Last des Tages annehmen,
sich ihr geduldig beugen.
Nicht wissen müssen,
ob die Kraft noch ausreicht für morgen.

Den heutigen Tag bestehen.

Das ist genug.

Die Last des Tages annehmen.
Nicht, weil sie tragbar ist,
nicht, weil du stark genug bist,
nicht, weil kein Fluchtweg offensteht.

Die Last des Tages annehmen,

weil Einer da ist,

der zu dir sagt: 

«Ich stärke dich.»

 

Sabine Naegeli 




       Glaubensbekenntnis

 

Ich glaube,

dass Gott aus allem,

auch aus dem Bösesten,

Gutes entstehen lassen kann und will.

Dafür braucht er Menschen,

die sich alle Dinge

zum Besten dienen lassen.

 

Ich glaube,

dass Gott uns in jeder Notlage

so viel Widerstandskraft geben will,

wie wir brauchen.

Aber er gibt sie nicht im Voraus,

damit wir uns nicht auf uns selbst,

sondern allein auf ihn verlassen.

In solchem Glauben müsste

alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

 

Ich glaube,

dass auch unsere Fehler

und Irrtümer nicht vergeblich sind,

und dass es Gott nicht schwerer ist,

mit ihnen fertig zu werden,

als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

 

Ich glaube,

dass Gott kein zeitloses Schicksal ist,

sondern dass er auf

aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten

 

wartet und antwortet.

 

Dietrich Bonhoeffer


Gebet des Tages

Gott,

ich bitte dich um Wurzeln.

Schenk mir,

dass ich verwurzelt bin in dir,

dass ich auf festem Grund stehe 

und  in Verbindung mit dir

und dass meine Füße 

festen Halt finden 

in den Wirren des Lebens.


Schenk mir Wurzeln,

damit ich Nahrung erhalte 

und wachsen kann

und damit ich ein Halt sein kann für die,

die ohne Wurzeln sind

und ohne Heimat.


Ich bitte dich aber auch um Flügel,

ich bitte dich um Leichtigkeit,

um Mut

und um den Willen,

zu starten und mich zu bewegen,

zu fliegen,

alles loszulassen,

was mich halten will

und abhalten davon,

mich aufzumachen,

um ein Teil deines Reiches 

hier auf Erden zu werden,

um deine Liebe zu leben

und sie in die Welt zu tragen.


Ich bitte dich 

um Wurzeln und Flügel.


Amen


Ada, 4.12.2020



Foto: Manfred Zoll, Glaubenskurs in Igersheim 2019 

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"Ich möchte Ihnen heute ein Gebet zuschicken, das die Andachts-Teilnehmer im Sonnenberg und Sonnenblick kennen,

und seit ca. 10 Jahren beten. Es heißt: „Nur für einen Tag“. Vielleicht kennen Sie es. 

Papst Johannes XIII. hat ein Ähnliches verfasst.

So wurde es mir von meinen Eltern als Postkarte hinterlassen. 

Das ist ein Scan davon.

Verfasst wurde es von Rudolf Lehman-Filhès (1854-1914), 

Professor der Astronomie und Mathematik.

Der sonnige Weg ist eine Seidenbatik, 1997 von mir gemacht. 

Den nehme ich sehr oft als Altarbild und als Titelbild des Liedblatts."  Elisabeth Schlecht

Seidenbatik, Sonniger Weg, 1997, Elisabeth Schlecht 

 

 Foto: Manfred Zoll, Glaubenskurs in Igersheim 2019 

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Foto: Manfred Zoll, Glaubenskurs in Igersheim 2019 

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Foto: Uwe Krauß, Ausschnitt der Stele von Bernhard Huber

                                im Altarraum des Paul-Gerhardt-Zentrums Igersheim




Foto: Manfred Zoll, Glaubenskurs in Igersheim 2019 

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