Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" Martin Buber

DIE LEUTE SAGEN

 

man hat dir gesagt

dass „die leute“ sagen würden …

 

ach …

lass die leute sagen

was sie sagen

weil die leute

wenn sie wirklich 

etwas zu sagen hätten

es dir 


direkt sagen würden

 

so aber

erzählen sie 

ins bierglas

in die kaffetasse

in den wind

 

die leute sind nur 

schatten

ihres nie gesagten wortes

es mangelt ihnen

an courage

 

also lass die leute

sagen

schwätzen

tratschen

denn langeweile 

treibt sie

in ihrem käfig

aus neid und 

kleinlichkeit

 

weil andere leben

sagen die leute

lauter dummes zeugs


sie haben nie gelebt

was sie leben wollten

die leute


sie können einem leid tun

die leute


die leideleute

und ihr

sprachrohrgepuste

 

also 

lass die leute sagen

was sie sagen

und sage du:


ich lebe

ich glaube

ich hoffe

ich liebe

ich will 

dass leben blüht

 

wer kann da schon

etwas dagegen sagen

Foto und Text: Uwe Krauß 13.3.2019


SCHENK MIR TÄGLICH EINEN GRUND ZUM SINGEN

                    

ich sing nicht

jedermanns lied

ich sing nicht mit

beim marschieren

und auch nicht

wenn´s einen seemann

nicht erschüttern kann

 

mich trifft es

wenn geschwungen

der flug des milan

seinen kreis zieht

im blau

 

mich rührt es an

wenn der frühling springt

und allerorten

zu hören ist

der pfiff der amsel

 

dann

ja dann

singe ich

wie mit flügeln

 

und bitte gott

vor meinem stimmgabelbaum

mit weit ausgebreiteten armen:

 

schenk mir

täglich

einen grund

zum singen

Foto und Text: Uwe Krauß 4.3.2019


OFFEN BLEIBEN

  

halt die türe stets dir offen

mache nicht

die läden dicht

nur der offene kann hoffen

dass sich im offenen

das licht

durch all die widerstände bricht

 

halt die augen stets dir offen

verstecke doch dein lachen nicht

nur der offene darf hoffen

dass sich im augenblick

das licht

durch all die finsternisse bricht 

 

halt auch dein herze stets dir offen

vergrabe doch dein weinen nicht

nur der hoffende bleibt offen

seine herzlichkeit

vermehrt die liebe

gibt in allem

ihr gewicht

 

also:

bleibe offen

sei betroffen

und lass

den hoffnungslosen

hoffen

 

Foto und Text: Uwe Krauß 25.2.2019


SIGNALE

  

denk immer wieder daran

was du sagen willst

welche signale 

du sendest

wem du dich 

mitteilen willst

 

denk immer wieder daran

was du bewahren willst

im schweigen


trag dein herz 

nicht auf der zunge

zumindest 

nicht immer

 

dein wort

soll ein wort sein

und

dein schweigen

ein schweigen

 

nur so

teilst du 

dich mit


deine ideen

deine träume

deine ängste

deine sehnsucht

 

du lebst

wenn 

deine botschaften

mit dir

so übereinstimmen

dass du erkennbar bist


zumindest für die

die dir

nahe 

sein wollen

 

Foto und Text: Uwe Krauß 19.2.2019 


GIBDICHHIN

gib

alles

gib

nicht nach

gib

dich hin

 enthalte

dich 

nicht vor


wenn

es zählt:

sei da

gib

nicht nach

gib

dich hin 

gib

alles


wenn

du 

gefragt wirst:

gib antwort

mit

deinem leben

gib

dich hin

gib

alles

gib

nicht nach 

                                                                                                                                                                                   Foto und Text: Uwe Krauß 14.2.2019       


                    JA ABER                      

das leben ist schön

ja aber …

 

das leben ist schrecklich

ja aber …

 

manchmal bist du mir nah

ja aber …

 

manchmal so weit weg

ja aber …

 

die zeit rennt

ja aber …

 

die zeit bleibt stehen

ja aber …

 

wir werden

ja aber …

 

wir vergehen

ja aber …

 

wir sind –

ohne wenn und aber


wir bleiben


und mit uns alles

was wir erleben

empfangen

und geben

in

glauben

hoffnung

liebe

 

ja aber? …

nein

nur JA

Foto und Text: Uwe Krauß 7.2.2019


TAUSEND TERMINE

 

tausend termine

ich renne

ich werde gerannt

gebranntes kind

 

tausend termine

wann treffe ich mich

wann bin ich

bei mir zuhause

 

tausend termine

keine zeit

für tausendundeine nacht

ich funktioniere

 

tausend termine

so viele menschen

gesichter

an welchem blick

bleibe ich hängen

 

tausend termine

mein herz schlägt wie wild

wann für die richtige sache

 

tausend termine

und so viele fragen

und lösungen

wann sortiere ich sie

wann sortiere ich mich

sammle mich

 

tausend termine

so viele möglichkeiten

aber

was will ich

 

wer bin ich

wenn ich glücklich bin

und wann verliere ich mich

im unglück

im nicht-bei-mir-sein

 

tausend termine

ich brauche aber

nichts anderes

als diesen augenblick

                                                                                  ganz                                                                                  


Foto und Text: Uwe Krauß 22.1.2019 


VERTRAUTimFRIEDENsein


und wieder dieses bild

dieses gold

das blau

der himmel

die erde


wieder und wieder

nach grauen tagen

immer neu

morgenglanz

abendglanz

des augenblicks

der ewigkeit

mitten im vergehen

 

früher

da suchte ich

ungeduldig

das neue

ohne es zu finden

 

heute werde ich

gefunden vom licht

im wieder und wieder

 

vielleicht ist das liebe:

genau hinzusehen

auf immer dasselbe

und darin

 das geheimnis entdecken:

im himmel

im lachen

im vertrauten gesicht

 

das neue reizt

das bekannte aber

schenkt frieden

weil ich vertrauen kann

dass ich aufgehoben bin

und darin vorkomme:


im frieden

im glück

im dasein

im vertrauten

  

Foto und Text: Uwe Krauß 22.1.2019 


VOR DEM SPIEGEL

 

wenn ich ins gesicht dir sehe

bist du müde alt und grau

nur deine augen strahlen blau –

ich hoffe dass ich nicht vergehe

 

wenn ich deine kraft abwäge

ist da nur noch wenig muskelstärke

gehst zögerlich ans tageswerke

bist ohne mumm verzagt und träge

 

„das reicht jetzt!“ sagt dein spiegelbild

„denk an das blau, denk an den wert des lebens

das auf dich wartet nie vergebens

hab keine angst hör zu: es gilt!“

    

und schon allein durch den gedanken

stehst aufrecht du vor deinem spiegel

der mut verleiht dir neue flügel

dann gehst du los – gehst ohne schranken

  

Foto und Text: Uwe Krauß 17.1.2019

  


BLAUINGRAU

 

der wind

fliegt

über die dächer

 

das grau

hängt

bleischwer

am himmel

 

die vögel

halten sich

hinter ästen

versteckt

 

dein lachen

hat sich

vergraben

deine leichtigkeit

hat sich

beschwert

 

du protestierst

gegen

all das

 

und gehst schritt für schritt

bergan

mühsam

aber nichts kann dich abhalten

 

das gesicht im wind

den blick ins tal

auf der höhe sein

 

und plötzlich bricht

ein licht

durch das monoton grau in grau

                 

und du siehst

land

du spürst

boden

unter den füßen

 

du weißt:

 

das ist mein leben

meine zeit

meine welt

 

unten im tal

steigt ein fischreiher

in den horizont

 

und die gewissheit

in diesem augenblick

dass es mehr gibt

als diesen nassen winter

 

das gesicht im wind

dein blick

weit voraus

das blau am himmel

wird stärker

so wie du

 

Foto und Text: Uwe Krauß 11.1.2019 


SEGEN FÜR DAS NEUE JAHR

 

da liegt

ein segen überm land ...


und doch gehen so viele

ohne segen

weil sie

gott 

unterwegs verloren haben

ihn 

noch nie gefunden haben ...

  

da liegt

ein segen überm land ...


und doch

wenden sich so viele ab

weil sie

falsche vorstellungen haben

weil sie mit falschen erwartungen 

konfrontiert worden sind ...


da liegt

ein segen überm land ...

 

komm näher

sei gesegnet


mache 

erste erfahrungen

mache

 neue erfahrungen

mit dem gott der liebe

er stellt deine füße

 auf weiten raum

 

da liegt

ein segen überm land ...

öffne dich

 

Foto und Text: Uwe Krauß 2.1.2019


GEBET FÜR JUNGGEBLIEBENE

 

ich bin aufgebrochen

aus meiner angst

 

und

schritt für schritt

war

und

bin

ich gesegnet

GOTT

 

lass mich

immer wieder aufbrechen

 

schütze mich

 

damit ich jung bleibe

in meinem

mut

 

damit ich stark bleibe

in meiner

hoffnung

 

damit ich kreativ bleibe

in meiner

liebe

Foto und Text: Uwe Krauß 30.11.2018

NEULICH IN LAUDA

 

warten auf den schnee

warten auf das licht

warten

dass das leben anbricht

                                 

wenn man nicht aufpasst

steht man einen winter lang

dumm als schlitten rum

ohne dass was passiert

 

wenn man nicht aufpasst

steht man ein leben lang

dumm als mensch herum

ohne das was passiert

 

und es hat nie angefangen

der winter

das leben

Foto und Text: Uwe Krauß 22.11.2018

UNVERWECHSELBAR

 

die erde weint

der himmel lacht

wir mittendrin

meist unvereint

und ohn bedacht

                                        

ich lache mit himmel

weine mit erde 

auf dass ich gewimmel

unverwechselbar werde

 

Foto und Text: Uwe Krauß 15.11.2018


WENN ICH KÖNNTE

 

wenn ich könnte

würde ich

das licht einfangen

                                        

und wieder

wenn die dunklen tage kommen

wie einen vogel freilassen

 

damit das licht

zu dir fliegen kann

wie ein lachen

durch den wind

Foto und Text: Uwe Krauß 6.11.2018 

WASBRAUCHTESMEHR

 

der himmel

fächert

seine farben auf

lichthellblaudunkelorangeundmehr

 

aber

in deinem leben

so oft grauingrau

und ohne farben

 

wenn du den kopf nur hängen lässt

und auf den boden starrst

   

kopfhochhimmelübermir

sage ich

dem grauingrau

den kampf an

 

der himmel

ist auf meiner seite

 

wasbrauchtesmehr

denk ich

 

und

s p r i n g e

los

 

Foto und Text: Uwe Krauß 29.10.2018

WEGAUFDEMWEG

 

du gehst

waldschrittwald

ganz allein mit dir

 

du gehst

lichtgrünlicht

bist umgeben

von leben

                             

merkst es

aber nur

wenn du

raschelschrittraschel

dem

licht entgegen gehst

ohne dich drücken zu lassen

von nichtsundniemand

  

 

Foto und Text: Uwe Krauß 23.10.2018 


VON BIENEN  LERNEN

bienen sind fleißig …

wäre gut wenn du dich auch einbringst

bienen wissen was sie zu tun haben …

wäre gut wenn du auch deine bestimmung herausfindest

bienen halten zusammen …

wäre gut wenn du dir merkst:

wir alle glücken uns nur miteinander

bienen bringen frucht für andere …

wäre gut wenn du ein segen für andere sein kannst


                                                                                               bienen haben unseren respekt verdient –

sie tragen mit stolz den namen „biene“ …

wäre gut du mit einstimmst in das

gebet der vereinten nationen: 

„unsere erde ist nur ein kleines gestirn im weltall

unsrer aufgabe ist es

daraus einen planeten zu machen

dessen geschöpfe nicht von krieg gepeinigt werden

nicht von hunger und furcht gequält

nicht zerrissen in sinnloser trennung

nach rasse hautfarbe oder weltanschauung

Gott gebe uns den mut und die voraussicht

schon heute mit diesem werk zu beginnen

auf dass unsere kinder und kindeskinder

einst mit stolz den namen „mensch“ tragen“


Foto und Text: Uwe Krauß 11.10.2018 


JESUS ALLEIN AUF DEM BERG

                  

jesus allein auf dem berg

 

den kopf voll

das herz übervoll

und jeden tag

eine neue überraschung

 

wunder leben

 

den kopf leer machen

das herz still

 

empfangen

 

leise dem wunder

die hand hinhalten

 

plötzlich klar sehen

entscheiden können

auf der seite des lebens stehen

 

kopf voll

herz übervoll

 

in die vollen gehen

ich bin gekommen

 

damit ihr

leben in fülle habt

Foto und Text: Uwe Krauß 4.10.2018 

 

WAHNSINN WIE DIE ZEIT VERFLIEGT

wahnsinn

wie die zeit verfliegt

und wir

erdenschwer

fliegen oft nicht mit

wir schleppen

die sekunden im gepäck

und augenblicke

in denen wir gespürt haben

dass wir sind

manchmal

ja manchmal

stehen wir

und schauen

zurück

nach vorn

rings umher

und sind

dann steht die zeit still

und der flug gelingt

und das landen

das ankommen

für augenblicke heimat

wahnsinn

wie die zeit verfliegt

und wir

himmelleicht

fliegen manchmal mit

ins licht

grenzenlos

nichts

kann den flug hindern

außer

unserer angst

du fragst dich

vor dem sprung:

was würdest

du tun

in deinem leben

wenn du

keine angst hättest

und springst

                                                                                                                                                                     Foto und Text: Uwe Krauß 27.9.2018 


TRÄUME DES HERZENS

 

die träume des herzens erspüren …

wie oft wir dabei in die irre gehen

kann man gar nicht zählen …

 

also: sich führen lassen …

vertraue der stimme deines herzens

ganz leise spricht es die sprache

die wir so leicht überhören

 

du kannst es einfach testen:

wenn es die richtigen worte sind

lassen sie dich springen vor glück

 

diese worte geben dir deine träume

die dir manchmal unterwegs verloren gehen

immer wieder zurück

  

du weißt  wenn du sie hörst

diese worte voll mit leben:

ein weg tut sich auf

der dich leben

     atmen springen lässt   

und es schmeckt:

nach freiheit sonne wind luft und glück

  

Foto und Text: Uwe Krauß 20.9.2018


RUSSISCHER BÄR

da stand ich

viele augenblicke

ganz still

bis er seine flügel geöffnet

und seine ganze schönheit gezeigt

der kleine russische bär


bei menschen

habe ich oft keine zeit

renne vorbei

bleibe nicht stehen


vielleicht war das

die größte faszination

die von jesus ausgegangen ist:

dass  menschen

in seiner gegenwart 

aufatmen

weil er sie

mit seinen augen gnädig angeblickt


in diesem augenblick

haben  sich geöffnet:

augen 

herzen

atem


ich möchte davon lernen

immer wieder


 stehenbleiben … 

anblicken … 

den anderen sich entfalten lassen …

                                                                              

                                                                                                                                                                              Foto und Text: Uwe Krauß 4.9.2018 



BLAU

 

davorstehen

wieder nach Jahren

und spüren

wie schon von Anfang an

seit der ersten Begegnung

sich dieses Blau

in deine Seele gestrahlt hat


Und in diesem Augenblick wissen:

Nichts und Niemand

kann dich trennen

von diesem Blau


Farbe der Gegenwart Gottes

Farbe des Wassers

und des Himmels


Nichts kann dich trennen

von der Liebe Gottes

und du gehst zurück

in dein Leben


Ins Blaue hinein


Text und Foto: Uwe Krauß, 25.7.2018


AM ENDE DAS LICHT

 

ein wenig goldnes Licht /

der Tag vergeht /

dein Lachen nicht /

dein Lachen nicht /

   


wie sich alles dreht /

die Erde die Zeit der Tag /

und was dir schwer auf

deinen Schultern lag /

 

wandelt sich wird leicht /

manches missglückt /

vieles erreicht /

am Ende das Licht /

 

mich entzückt

- was soll ich machen -

ein Lachen

 

 

Text und Foto: Uwe Krauß, 20.7.2018 


 


GOTTESSUCHER 

gottessucher

durch den raum laufen bilder

menschen

        springen  

kreuzundquer

 

aus licht entstehen wörter

nur um wieder zu verschwinden

weil nichts festgeschrieben steht

 

gottessucher

in deinem kopf die ideen

in deinem atem die wörter

in deinem herz die bilder

              

spruchbänder quellen hervor

klage wandelt sich in reigen

zerbrechlicher segen

bleibt in der schwebe

 

gottessucher

deine augen glänzen

wenn du erzählst

und an langen tischen

wird aus brot und wein

begegnung

 

suchen

ist

finden

ist

suchen

ist

nie

fertig

beginnt

 

gottessucher - 

lass dich doch finden ...

Foto und Text: Uwe Krauß 11.7.2018 


NIMM PLATZ

du bist so viel gerannt

jetzt

nimm platz

komm zur ruhe

    

wo willst du denn hinrennen?

jetzt

sei hier

komm zu dir

 

sei bei dir zu gast

schlag kurz wurzeln

und erde dich

 

sonst verlierst du noch

den himmel

aus dem herzen

   

Foto und Text: Uwe Krauß 2.7.2018

  

RUND UND BUNT

wenn es rund geht

und wenn es bunt geht

wenn es überhaupt geht

während du dich fragst:

geht das überhaupt

und andere dich fragen:

wie geht´s

und du sagst:

es geht rund

es wird bunt

denn das schlimmste ist

wenn nichts mehr rund läuft

wenn dir nichts mehr zu bunt wird

und du alles hinnimmst

grau in grau

und deine ideale an den kanten

abgeschliffen werden sollen

und du protestierst und sagst:

es geht rund

es wird bunt

                                                                                                                                                                                                Foto und Text: Uwe Krauß, 21.6.2018


BLÜHEN - BRENNEN

 

wie feine adern

durchzieht

das geäder

tiefrot

das feine lila

der blüten

 

ein diptam

 

ich frag mich oft:

was durchzieht uns

was nährt uns

was lässt in uns das leben  pulsen

                            

der diptam

brennt seine ätherischen öle

in das licht eines nachmittags

 

ich frage mich oft:

wann brennen wir

glühen

strahlen

vor leben

lust und liebe

 

man muss doch blühen bevor man verblüht …


Foto und Text: Uwe Krauß, 12.6.2018


RHODODENDRON - ROSENBAUM

 

diese blüte

eines rhododendron

auf einem friedhof

 

diese blüte

eines rhododendron

wie ein zeichen

gegen das leid

   

diese blüte

eines rhododendron

wie ein farbtupfer des lichts

gegen das schwarz des todes

 

diese blüte

eines rhododendron

gegen die unfarbe

 

diese blüte

blüht

dem tod zum trotz

 

rosenbaum des lebens

   

Foto und Text: Uwe Krauß, 6.6.2018 

DEN BOGEN SPANNEN

 

nicht klein beigeben

den bogen spannen

schauen

ob leben

möglich ist

  

 

  trotz all dem leid

dem schmerz

dem vielen

das wir nicht verstehen …

 

den bogen trotzdem spannen

sich nicht abhalten lassen

zu blühen

ins blaue des himmels

hinein

 

Foto und Text: Uwe Krauß, 29.5.2018


 SICH ÖFFNEN

 

blumen öffnen sich

sie können nicht anders

wenn licht auf sie fällt

sie zeigen sich

blühen

farbig

 

 

menschen

verschließen sich so oft

öffnen sich nicht

blühen nicht

verwelken vor der zeit

ohne

dass die farben in ihrem leben

geleuchtet haben

 

von den blumen lernen …

öffne dich doch

ohne angst vor morgen

dass du schweres nicht ertragst

  

Foto und Text: Uwe Krauß 22.5.2018

 

IM HINTERGRUND

soviel passiert 

im hintergrund

da blüht etwas

da lebt etwas

wir aber

bleiben zu oft

im vordergrund


dabei 

ist es immer gut 

einmal genauer hinzusehen

denn hintergründiges 

greift tiefer

blüht länger

ist wertiger

Foto und Text: Uwe Krauß 16.5.2018

 

SCHÖNHEIT

 

wir laufen achtlos vorbei

und wollen doch

dass uns einer wahrnimmt


nehmen selbst kaum wahr

zeigen uns nicht

eine blume aber blüht

ohne WARUM

also: zeig dich

Text und Foto: Uwe Krauß, 12.5.2018