Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Lukas 2,15

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ab dem 11. Januar 2021 

ist aus dem Jahreswendkalender 

ein Epiphaniaskalender geworden

mit täglichen Andachten 

zu Epiphaniasliedern 

im Evangelischen Gesangbuch

Fotos: Pixabay



Epiphanias ("Erscheinung") ist nach Ostern 

das älteste christliche Fest

und geht auf die Tradition der Ostkirche

im 2. Jahrhundert zurück,

die an diesem Tag

auch heute noch

die Geburt Christi feiert.


Der Begriff Epiphanias 

stammt aus dem Griechischen 

und meint 

die Erscheinung des Göttlichen 

in der menschlichen Person Christi. 


Im theologischen Zentrum der Verkündigung 

stehen bis heute drei Geschichten,

die sich alle am 6. Januar

 zugetragen haben sollen: 

Die Ankunft der heiligen drei Könige in Jerusalem, 

die Taufe Jesu durch Johannes 

sowie Jesu erstes Wunder, 

die Umwandlung von Wasser in Wein 

auf einer Hochzeit in Kana. 


Epiphanias ist von Anfang an eng 

mit dem Symbol des Lichtes verbunden, 

das als göttliche Führung 

durch den Morgenstern in die Welt scheint 

und Jesu Wirken und Verkündigung symbolisiert. 


Obwohl Epiphanias in vielen Ländern 

als gesetzlicher Feiertag begangen wird, 

ist er in Deutschland außer in Bayern 

nur in Baden-Württemberg und Sachsen 

gesetzlich verankert. 


In katholischen Gegenden 

wird Epiphanias als Dreikönigsfest gefeiert.


Die Epiphaniaszeit geht vom 

6. Januar bis zur Fastenzeit vor Ostern.

15. Januar

„… meine Perl …“

aus: Ev. Gesangbuch 70: 

Wie schön leuchtet der Morgenstern


 

Perle

verborgen 

im 

Acker

 

gräbst 

du 

sie 

aus


gibst 

du 

alles

um 

sie zu finden


oder


begnügst

du 

dich

an der Oberfläche

 zu graben

 

Perle

verborgen 

im 

Leben

 

entdeckst 

du 

sie


blendest 

du 

alles 

aus

um 

deinen Fokus

auf 

sie 

zu

 richten

 

oder

begnügst 

du 

dich

mit Plastikkugeln

 

Perle

 

entstanden

aus 

Schmerz


von 

Liebe 

ummantelt

 

gerundet

geformt

aus 

Verzweiflung

dem 

Vertrauen

immer 

wieder

neu

standhalten 

musste

 

Perle

 

nicht 

leicht 

zu 

haben


nicht 

einfach

im Vorübergehen

zu 

entdecken


du musst 

tief 

graben


genau 

schauen

 

aber

wenn

sie 

sich

in deine rissigen Hände

schmiegt


hast

du

dich

gefunden


  „… meine Perl …“ 


14. Januar

„… wacht auf! …“

aus: Ev. Gesangbuch 69: 

Der Morgenstern ist aufgedrungen

 

 dämmert 

nicht

vor

euch 

hin

 

wacht 

auf


schaut genau


hört

schmeckt

riecht

fühlt

 

es 

ist

ein 

Kommen

in 

der 

Luft


ein 

Werden


Aufblühn

 

spürt

mit 

allen 

Fasern

wie

Leben 

allerorten

bald 

aus dem Schlummer

wird 

erwachen

 

seid 

dabei


ihr

die ihr 

schon jetzt

vom 

Morgenstein 

beschienen

nach und nach

mit 

Licht

erfüllt 

werdet

 

wacht 

auf


seid 

Salz 

der

 Erde


Licht 

der 

Welt

 

kaum

 je

zu euren Lebzeiten

war 

der 

Durst 

nach 

Begegnung


der 

Hunger 

nach 

Austausch


das 

Sehnen

nach 

einem 

zärtlichen 

Geräusch

so 

groß

 

wacht 

auf


ist 

nicht 

mehr 

lange 

hin


bis 

man 

eure

lichtvollen 

Augenblicke

freudig

begrüßen 

wird

 

habt 

langen 

Atem


spannt 

die 

Sehnen


seid 

bereit

 

„… wacht auf! …“ 


13. Januar

„… Lob zu singen in Ewigkeit …“

aus: Ev. Gesangbuch 68: 

O lieber Herre Jesu Christ


 

Klage

ist 

uns 

näher

als 

Lob

 

Klagen

sprechen 

wir

oft

 und 

schnell 

aus

 

Lob

denken 

wir 

nur

und 

verschweigen 

es

aus 

Bequemlichkeit

Trägheit

zu 

oft

 

Klage 

ist

gut

richtig

wichtig

 

wie 

soll sich sonst

etwas 

ändern

 

Lob 

aber

ist

existentiell

lebensnotwendig

 

wie 

sollen 

wir

ohne 

Lob

aufblühen

 

Klage 

zieht 

hinab

in 

die 

Niederungen des Lebens

 

Lob 

hingegen

hebt 

uns

himmelwärts

 

es 

wird 

enden

alle 

Klage

 

mit 

Lob 

hingegen

öffnet sich

uns

Ewigkeit


wenn 


wir

all 

das 

singen

was 

wir 

versäumt haben

zu

 sagen

 

ein 

Lied

mit 

Anfang

ohne 

Ende


im 

Morgenglanz 

des 

Neubeginns

 

„… Lob zu singen in Ewigkeit …“ 


12. Januar

„… lass uns in deiner Liebe 

und Kenntnis nehmen zu …“

aus: Ev. Gesangbuch 67: 

Herr Christ der einig Gotts Sohn



wie 

wäre 

es

denkst 

du


wenn 


du 

zunimmst


schwerer 

wirst


gehaltvoller


an 

Liebe

und 

Kenntnis

dessen

was für dich

wirklich 

wichtig

 

stattdessen 


schleppst 

du

sagen Wohlstandsforscher

ca. 10.000 Dinge 

mit dir rum


nimmst 

zu 

an

 Material

an 

Zeugs

an 

Haben

 

wie 

wäre 

es

denkst 

du


wenn 


du abnimmst

an 

Ärger

Groll

Frust


leichter 

wirst

von dem 

Ballast

der 

auf deiner Seele 

liegt

 

stattdessen 


frisst 

du

in dich 

hinein

was 

andere 

dir 

auferlegen

 

wie 

wäre 

es

denkst 

du


wenn 


ich 

mich 

zu dem wende

der 

das Gewicht der verlor´nen Welt

auf 

seinen 

Schultern 

trägt


damit 

ER

wiederfindet

all 

die 

die sich verloren


also auch dich


wie 

wäre 

es

denkst 

du


wenn 


du 

zu ihm 

sagst:

mach mich frei

 

du 

sagst 

es

 

springst 


Hüpfer 

hier 


Hüpfer 

da


aus 

deinem 

Scheitern


und:

bist

 frei


durch 

die 

Liebe

die 

dich

sanft 

durchströmt


federleicht

geerdet


„… lass uns in deiner Liebe und Kenntnis nehmen zu …“


11. Januar

„… komme wen dürstet …“

aus: Ev. Gesangbuch 66:

Jesus ist kommen


während Dunkel dich umgibt

dürstest du nach Licht

du weißt es längst – verzage nicht

geschützt ist derjenige der liebt

  

während Hasstiraden aus so viel Mündern gehn

dürstest du nach einem zarten Lied

das dich in alle Wahrheit zieht

und hilft den weiten Horizont zu sehn

  

während stumm Resignation sich überall verbreiten will

dürstest du nach Aufbruch Hoffnung Wagemut

dass neu entfacht wird helle Glut

dass Leben wird aus sanfter Still

  

nichts soll dich länger fesseln binden

kein Dunkel Hass Resignation

mutig befreit springst du davon

um bei Gott die Quell zu finden

  

du schöpfst das Licht mit beiden Händen

bis du vom Glücke ganz durchdrungen

ein Lied entsteht kraftvoll gesungen

um all die Mühsal zu beenden

 „… komme wen dürstet …“

 
 
 
 
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