Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
Gott ist Liebe. 1. Johannes 4,16

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Eine tägliche Andacht

über den bekannten Text

des Verkündigungsengels

aus Lukas 2:

"denn euch ist heute

der Heiland geboren"

Die Besinnungen werden ab dem 1.12.

immer abends 

auf der Homepage eingestellt.

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und der  Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

14. Dezember
widerfahren wird
Lukas 2,10


können wenig beitragen
müssen nichts dafür leisten
doch es erstaunt am allermeisten
dass sie es tatsächlich wagen


sich zu öffnen zu vertrauen
ohne drüber nachzudenken
dem Widerfahrnis Glauben schenken
und ganz auf Gottes Botschaft bauen


ergriffen vom Heil
vom Licht durchglänzt
befreit entgrenzt
haben sie teil


am Wunder der Nacht
ergriffen von Freude
ganz hier im Heute
das Herz ihnen lacht


fühlen sich beachtet geehrt
wertgeschätzt
unverletzt
weil ihnen so viel Gutes widerfährt


widerfahren wird
Lukas 2,10


13. Dezember

die allem Volk
Lukas 2,10





solang es Menschen gibt gibt es Eliten
besondre Herrscher auserwählt
kaum von Selbstzweifeln gequält
lesen andern die Leviten

wissen wo es langgeht
vernetzen ihre Macht
vermehren ihren Reichtum ihre Pracht
ahnen wie der Wind sich dreht

nur in dieser heil´gen Stunde
da sind sie außen vor
stehn draußen vor dem Tor
und fehlen in des Volkes Runde

so hat es Gott gefallen
kein Privileg für Könige und Fürsten
die nur nach Macht und Reichtum dürsten
die Frohe Botschaft will zu allen

zu den Hirten zum Volke ganz primär
der Engel Gottes Botschaft kündet
die Liebe Randfiguren findet
 zuallererst zu euch bring ich die gute neue Mär

die allem Volk
Lukas 2,10




12. Dezember

große Freude
Lukas 2,10



sich unbändig freuen
hüpfen springen
tanzen singen
nichts bereuen

nicht nur ein wenig
groß wird Freude sein
süß und zart und fein
aus armer Leute Kind wird König

nicht bescheiden und still
sondern stark und mächtig
laut und prächtig
das ist Gottes Will

verkündet mit Engels Fanfaren
göttliches Wort himmlischer Klang
tönet den Erdkreis entlang
trotzt allen Gefahren

nichts bereuen
tanzen singen
hüpfen springen
sich unbändig freuen

große Freude
Lukas 2,10



11. Dezember

ich verkündige euch
Lukas 2,10


Augen auf Ohren auf
Herzen in die Höh und fester Stand
verkündet wird im ganzen Land
Gottes Heil nimmt seinen Lauf

mit Engelsstimme klar und hell
schafft frohe Botschaft sich Gehör
geht ein Kamel durchs Nadelöhr
verbreitet sich rasant und schnell

ihr ja ihr Hirten seid gemeint
ihr werden nun zu ersten Zeugen
wie sich bald schon der König Kniee beugen
vor dem der Gott und Mensch vereint

vertraut dem lichten Engelsworte
wird euch so große Freude schenken
wird eure Schritt zum Zentrum lenken
zu einem ganz besond´ren Orte

Augen auf Ohren auf
Herzen in die Höh und fester Stand
verkündet wird im ganzen Land
Gottes Heil nimmt seinen Lauf

ich verkündige euch
Lukas 2,10



10. Dezember
Siehe
Lukas 2,10

die Augen halb offen
in deiner ersten Lebensstunde
blickst noch unklar in die Runde
willst lieben glauben hoffen

schnell aber lernst du wegzusehen
von all dem Elend und dem Leid
und Streit und Krieg und Hass und Neid
zum Schlimmen sich die Dinge drehen

bist groß geworden alt und reif
mit allen Wassern stets gewaschen
steckst deine Hände in die Taschen
dein Herz vor Angst und Wut ganz steif

Die Seele flüstert: Mach dich auf und fliehe
doch Gottes Bote kündet: du sollst bleiben
Gott wird deine Furcht vertreiben
mach deine Augen auf und: siehe!

Siehe
Lukas 2,10



9. Dezember

Fürchtet euch nicht!
Lukas 2,10




ach ihr die ihr im Finstern seid
hebt euren Blick nach droben
hört doch der Engel helles Loben
fühlt euch geliebt beschützt befreit




ihr seid gebeugt gedrückt zu lang
jetzt aber habt doch festen Stand
auf heiligem gelobten Land
ist euer Herz nicht länger bang




ach ihr so vieles gibt´s was euch gebricht
und doch so unverwundbar euer Kern
schon leuchtet euch der helle Stern
ich künde euch: Fürchtet euch nicht!



Fürchtet euch nicht!
Lukas 2,10



8. Dezember

Und der Engel sprach zu ihnen:
Lukas 2,10




es
ist
meist
das
Wort

das
uns
löst

aus
der
Angst
der
Furcht

die
vertraute
Stimme

das
„es
wird
alles
gut“

das
Wort

gesprochen
oder
gesungen
oder
gesummt

Mutterwort
Freundeswort
Engelswort

Angst
essen
Seele
auf

Wort
gibt
Seele
Nahrung

Und der Engel sprach zu ihnen:
Lukas 2,10





7. Dezember


und sie fürchteten sich sehr


Lukas 2,9



es beginnt fast immer
mit der Furcht und dem Sich-Ducken
enge Kehle Ängste runterschlucken
bevor es gut wird wird´s oft schlimmer

so denken Hirten in der Nacht
ist fast zuviel an klarem Licht
sie trauen ihren Augen nicht
zuviel was ihnen Sorgen macht

und doch zieht es ihren Blick nach oben
regt sich längt vergessne Sehnsucht Liebe
ach wenn uns doch Licht und Glaube bliebe
inmitten unsrer Ängste Toben

sie fragen sich wohin das alles führt
was kommt noch in der hellen Nacht
mag sein dass uns am End das Herze lacht
weil es das Heil und Hoffnung spürt

und sie fürchteten sich sehr
Lukas 2,9



6. Dezember

leuchtete um sie
Lukas 2,9




Lichtfunken
tanzen
umher

vereinen
sich

illuminieren
die
Szenerie

ein
Strahlen
umgibt
die

die
in
der
Finsternis
der
Nacht
gefangen

damit

Augen
Ohren
Herzen

frei
werden

für
das
was
kommt

Klarheit
nämlich

Licht
Leben
Liebe

leuchtete um sie
Lukas 2,9



5. Dezember

und die Klarheit des Herrn
Lukas 2,9





im Dunkeln tasten
kämpfen fallen wieder aufstehn
kein Land sehn
sich mühsam vorwärts tasten

nichts scheint dir klar
es häuft sich Frag um Frage
du wirst gejagt durch deine Tage
schleppst dich mühsam Jahr für Jahr

bist ein alter Hirt geworden
Schafe kommen Schafe gehen
kalte Winde über kahle Weiden wehen
wilde Tiere Räuberhorden

das Leben ist kein Zuckerschlecken
die Hoffnung sagt man stirbt zuletzt
dein Bart schon grau dein Herz verletzt
stützt du dich auf deinen Hirtenstecken

erwartest kaum noch eine Wende
versuchst das Beste draus zu machen
es ist zum Weinen ist zum Lachen
siehst auf deine müden Hände

am Himmel aber leuchtet Stern um Stern
die Nacht wird hell und heller
das Licht jagt immer schneller
und zieht dich zur Klarheit des Herrn

und die Klarheit des Herrn
Lukas 2,9



4. Dezember

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen
Lukas 2,9



nicht
irgendein
Flügelwesen
betritt
die
nächtlich-finstere
Szenerie

keine
Showeinlage

sondern
ein
bedeutender
Bote

SEIN
Engel

tritt
an
die
Seite
derer

die
sonst
gewohnt
sind

eher
am
Rande
zu
stehen

zu
oft
in
der
Tretmühle
zu
sein


plötzlich
aber
befinden
sie
sich

im
Zentrum
des
Heils

in
der
Mitte
der
Zeitenwende


nicht
länger

Getretene
Übersehene
Geschundene

sondern

durch
SEINEN
Lichtboten

mitten
ins
Heilsgeschehen
verwoben
verknüpft


Hauptfiguren

die
bald
schon

ihre
Füße
in
die
Hand
nehmen
werden

ohne
dass
ihnen
jemand
Beine
machen
muss

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen
Lukas 2,9



3. Dezember


die hüteten des Nachts ihre Herde
Lukas 2,8





selbst
ohne
Hirten

kümmern sie sich
um die ihnen anvertraute Herde

selbst
ohne
Schutz

bewachen sie
die schutzlosen Lebewesen

selbst
ohne Licht

trotzen sie der Nacht
und ihrer Angst
um für anderes Leben
da zu sein

wird höchste Zeit
dass ihnen
der Eine
zum guten Hirten
wird

und
ihnen
Schutz
und
Licht
gewährt

damit
sie
nicht
umherirren
in
ihrer
Nacht

und
sich
nicht
am
Ende

in
ihrer
Angst
verlieren

wird höchste Zeit
dass
sich
der
Eine
um
sie
kümmert

die hüteten des Nachts ihre Herde.
Lukas 2,8



2. Dezember

auf dem Felde bei den Hürden
Lukas 2,8





auf dem Felde

hoffentlich
kein
Trümmerfeld

und
sicher
kein
Spielfeld der Eitelkeiten

und
schon
gar
kein
Schlachtfeld

auf dem Felde
bei 
den 
Hürden

die aufgebaut
Schutz bieten sollen
vor Wölfen
Dieben
anderen Gefahren

das Feld
umzäunt
eingegrenzt

aber
nach oben
zum Glück

himmelweit
offen

damit 
die Frohe Botschaft
alle Hürden
nehmen
kann

auf dem Felde bei den Hürden
Lukas 2,8



1. Dezember


Und es waren Hirten in derselben Gegend
Lukas 2,8




warn halt da
Randfiguren die gefroren
steife Hände kalte Ohren
so wie jedes Jahr

in der Gegend kaum beachtet
Hirten Schafe
wilde brave
von den andern meist verachtet

wussten´s wirklich nicht
dass sich schon was am Himmel regt
das ihnen bald ihr Herz bewegt
denn im Dunkeln wartet Licht

warn halt da
Tagelöhner Außenseiter
ziehen sicher morgen weiter
Tag für Tag und Jahr für Jahr

es sei denn dass
bald was passiert
damit die Seele nicht erfriert
und Liebe wird statt Hass

Und es waren Hirten in derselben Gegend
Lukas 2,8









 
 
 
 
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