Evangelische Kirchengemeinde Igersheim
               Fürchte dich nicht, glaube nur! Markus 5,36                   

Für das Stöbern auf unseren Seiten ein kleiner, hilfreicher Hinweis: 

Die Seiten sind so aufgebaut, dass Sie den chronologischen Verlauf sehen,

wenn Sie nach unten scrollen.  


Ein Abendkalender mit täglichen Andachten

zu Abendliedern aus dem Ev. Gesangbuch -

um sich nach des Tageslauf noch einmal besinnen zu können, 

Kraft und Zuversicht zu bekommen

und den Tag getrost und gesegnet

in Gottes Hände legen zu können.


alle Texte:                       

Uwe Krauß

Bilder / Zeichnungen / Bibeltexte: 


Fotos:  

siehe Namen              

wenn kein Name unter dem Foto steht, 

ist das Bild von Uwe Krauß aufgenommen

6. Juli

„…wenn ich den Halt verlier…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 488:

Bleib bei mir, Herr, der Abend bricht herein

        

Gehaltene

sind 

wir

von Beginn an

 

auf dem Arm der Hebamme

der Mutter

des Vaters

 

mitten im Leben

Gehaltene

 sind wir  

der Freund

die Frau

der Mann

 

die Umarmung

wenn die Kinder groß geworden

am Bahnsteig stehen

oder an der Gangway

 

ein letztes

Sich-Halten

 

am Ende

immer auch

Gehaltene

sind wir

 

wenn wir alt geworden

schwach

am Rollator gehen

gehalten 

gestützt

von denen

die mehr Kraft 

als wir

und 

weniger Zeit 

haben

 

in jedem Augenblick

von Gottes guten Händen

Gehaltene

sind wir

 

wer hilft mit sonst

wenn ich den Halt verlier

in Licht und Dunkelheit

Herr bleib bei mir

 

„…wenn ich den Halt verlier…“


5. Juli

„…der lässt keinen einsam sein…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 487:

Abend ward bald kommt die Nacht

          

dies Lied ist für die die einsam sind

mit Hoffnungsworten

allerorten

ob kleines ob erwachs´nes Kind

 

du fühlst dich elend bist allein

 kein Wort von dir ein Echo findet  

kein Handeln sich ins Leben windet

dein Herz will in der Stille schrei´n

 

dann halte durch verzweifle nicht

in deiner schlimmen Einsamkeit

öffne dich sei doch bereit

im Dunkeln scheint ein warmes Licht

 

es legt sich schützend über dein Gemüt

der Liebe Gottes zarter Segen

wird dich umhüllen allewegen

er ist es der dein Herz behüt

 

zum Beten faltest du die Hände

bittest für die die noch einsamer als du

ersehnst für Schlaflose sanfte Ruh

bleibst nicht begrenzt auf die vier Wände

 

du bist befreit du fühlst dich leicht

bist nicht allein im Weltgetriebe

es hält dich Mitgefühl und Liebe

weil Friede Kopf und Herz erreicht

 

du singst dein Lied für die die ihre Wege einsam leiden

mit Hoffnungstönen

willst versöhnen

andere mit Liebe kleiden

 

dein Gebet für andre lässt dir den Blick

lässt dir das Herz erheben

willst nicht an deinem Elend kleben

kümmerst dich um andrer Menschen Glück

 

und spürst im hellen Lichte Schein

bist nicht allein

 bist nicht allein   

„…der lässt keinen einsam sein…“ 



4. Juli

„…der mich in diese Nacht geführt, der leitet mich auch morgen…“

aus: Evangelisches Gesangbuch 486:

Ich liege Herr in deiner Hut


               

die Augen schließen

mit

Hoffnung auf morgen

ist manchmal

der einzige Trost

der bleibt

 

wie viele Seufzer

wie viele

Ach

wohl jeden Abend

wortlos

zum Himmel steigen

 

wer kann sie zählen

 

und doch

wohnt ein Sehnen

in jedem Seufzer

dass es sich zum Guten wendet

das Leben

 

und doch

steckt in jedem Ach

die Saat

für eine bessre Zeit

 

die Augen öffnen

am neuen Morgen

nach überstandener Nacht

 

spüren

dass ER

mich durch die Nacht geführt

mich heute leitet


Tag um Tag

Nacht um Nacht

Morgen


 „…der mich in diese Nacht geführt, der leitet mich auch morgen…“


3. Juli

„…die anvertraute Zeit …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 485:

Du Schöpfer aller Wesen

 


und 

wieder


geht 

ein Tag 

vorüber


tickt

der Zeiger 

Richtung 

Mitternacht

 

die Zeit

die dir 

anvertraut


fließt dir 

aus den Händen

durch das Herz

 

wieder

leuchtet am Horizont 

der Abendstern


kommt 

verlässlich

ohne 

Hast

 

da draußen 

stehen Äonen 

still


während 

drinnen

die Sekunden

dir 

aus Händen 

fallen

 

kurz 

leuchtet

dein kleines Leben auf


zwischen 

Anfang 

und 

Ende

 

und 

doch


trägt 

jeder Augenblick


in sich


die 

Ewigkeit

im Kern

 

der Abendhimmel

lädt dich ein

zur 

blauen Stunde


in dir schwingt der Friede

aus

wie ein

zur 

Ruhe 

kommendes 

Pendel

 

Bilder des Tages

ziehen 

vorbei


ein 

Kaleidoskop

aus Farben

 

am schönsten

denkst du

war 


das Gelb der Blume im Wald

deren Namen 

du nicht kennst


und 


die Rose

rot

im Garten des alten Mannes

der 1001 Rosen 

blühen lässt

Jahr um Jahr


zusammen 


mit dem 

Blau des Himmels


bist du 

einen Atemzug lang 


geborgen


in den 

Grundfarben des Lebens


„…die anvertraute Zeit …“


2. Juli

„…müden Herzen sende Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 484:

Müde bin ich, geh zur Ruh

              

man kann so müde sein

so verzweifelt am Leben

so müde

über das immer gleiche Lied

von Ausreden und Unwahrhaftigkeiten

Gott diesen müden Herzen sende Ruh

 

man kann so müde sein

so begeistert am Dasein

so müde

weil man sich wohltuend ausgepowert hat

und kein Wort unnütz gesprochen

kein Handgriff umsonst getan

Gott diesen müden Herzen sende Ruh

 

die Nacht

deckt uns alle zu

mit ihrem Kleid

 

alles ist gut

 

für die Lebensmüden

und

für die Lebenswachen

soll morgen früh

nach ruhiger gesegneter Nacht

ein guter neuer Morgen beginnen

 

wach

hellwach

sollen sich beide ans Tagwerk machen

einander die Hand reichen

damit am Abend

ein guter Tag gewesen für beide

und sie müde

mit Aussicht

auf den neuen guten Morgen

sagen können:


Danke Gott

Danke dass ich leben darf

„…müden Herzen sende Ruh …“


1. Juli

„…bleibe …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 483:

Herr, bleibe bei uns


 

das

ist

unsere tiefste Sehnsucht

unser

letztes

Hoffen

Bangen

 

dass

einer 

bleibt


wenn 


alle

anderen

gegangen

 

und 


wir

alleine

stehen

vor dem Nichts

 

und


weil 

er 

bleibt


das Nichts

doch

Alles 

wird

was

wir uns 

je

erhofft

 

der Mantel

Liebe

der uns sanft

umhüllt


und 


schützt

was 

in uns

unser 

Kern

 

von guten Mächten

wunderbar 

geborgen


gehen 

wir

ohn 

Angst

ins 

Licht

 

in den 

nie

vergehenden 

Morgen

 

Herr

bleibe bei

uns

denn es will

Abend werden

und

der Tag

hat sich

geneiget

„…bleibe …“


30. Juni

„…und unsern kranken Nachbarn auch …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 482:

Der Mond ist aufgegangen


 

da sagen manche

es würden ja

nur 

alte und kranke Menschen

an den Folgen des Virus sterben


abgesehen davon

dass das so 

nicht stimmt


frage ich mich

ob diese Menschen

die zudem auch noch für Grundrechte und

Freiheit demonstrieren


schon einmal

ins Grundgesetz

hineingeschaut 

haben

 

dass die

Würde des Menschen

unantastbar ist

müssten sie doch 

dann auch begreifen

 

bevor sie

von

„nur Alten und Kranken“ sprechen

und mit diesem Satz

zeigen

dass sie nichts begriffen haben

von dem Schutz des Lebens

der sich in seiner Wahrhaftigkeit

gerade darin erweist

wie ich 

mit Alten und Kranken 

umgehe

 

mir scheint

es geht bei alledem

den nicht-so-Alten

und nicht-so-Kranken

um das möglichst ungehemmte 

Ausleben

ihrer eigenen Freiheit

 

dabei vergessen sie

dass sie eines Tages

möglicherweise

ganz schön alt aussehen könnten

wenn ihre eigenen Maßstäbe

an sie angelegt werden würden

 

wer das Virus verharmlost

setzt seine Freiheit

über den Schutz der Alten und Kranken

 

wie wäre es

wenn sie beim nächsten Sternenhimmel

den Mond meditieren würden

und dabei singen:

„…und unsern kranken Nachbarn auch …“


29. Juni

„…ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 481:

Nun sich der Tag geendet, mein Herz zu dir sich wendet


stets 

unterwegs

innerlich

äußerlich

 

Schritt

um

Schritt

 

Wanderer

zwischen

den 

Zeiten

 

am Wegrand

tauchen 

auf


Menschen

Gesichter

Landschaften

 

manche

kurz 

flüchtig

um wieder

im 

Vergessen

zu 

verschwinden

 

andere

wenige 

Wertvolle


begleiten 

dich

ein Leben lang

 

über dir

immer

das leuchtende

Angesicht

vom dem

der 

bei dir ist


vom 

ersten

bis zum

letzten 

Atemzug

 

der 

sammelt

dein 

Erlebtes


und 


bewahrt 

es dir


um 


es 

zu 

erlösen


wenn

 eines 

Tages

dein Wandern

sein 

Ziel gefunden

 

und 


weiter Raum

sich 

unbedroht 

heiter

 öffnet


wie 

ein Flügelschlag 

Licht

 

bis dahin: 


bleib 

nicht 

stehen


lass 

dich 

nicht beugen


gehe 


zuversichtlich 

aufrecht 


dem Gelingen 

entgegen

„…ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern …“ 


28. Juni

„…und wer nicht schlafen kann …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 480:

Nun schläfet man

                             


den Schlaf den kann man nicht erzwingen

es muss all Sorgen losgelassen werden

ohn allen Zwang sich fallen lassen erden

nur der Frieden tief innen mag erklingen

 

das leuchtet ein das lässt sich hören

denkst und denkst darüber nach

Gedanken jagen sich im Schlafgemach

so vieles will noch lärmen stören

 

so kannst du erst recht nicht schlafen

deckst dich zu und wieder auf

Schlaflosigkeit nimmt ihren Lauf

will alle klugen Räte Lügen strafen

 

die Nacht vorbei ein Morgen hell anbricht

dein Tag der wartet Lust und Last

schaust aus nach einer kleinen Mittagsrast

zu wenig Nacht zu viel an Licht

 

so reiht sich Tag an Tag und Nacht an Nacht

zu wenig Schlaf zu viel gedacht

hast du doch nicht  / das Glück dir lacht

weil Gott dich trotz allem / wach durch deine Zeit gebracht

 

„…und wer nicht schlafen kann …“


27. Juni

„…ich bringe, was ich kann …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 479:

Der lieben Sonne Licht und Pracht

 

wer sich

immer nur

schonen 

will


wird 


nicht 

erleben

wie ruhig

der Schlaf


nachdem 


er 

alles 

gegeben

 

wer sich

immer nur

raushalten 

will


wird 

nicht genießen

wie spannend 

und erfüllend 

es ist

mitzuspielen

 

also:


bringe 

was du hast


komm 

wie du bist


damit

das Leben

nicht 

an dir 

vorbeirauscht

           

hab

keine 

Angst


sei 

mutig


sei 

bereit


zu 

wachsen


zu 

blühen


zu 

werden

 

trag 

deinen Teil 

dazu bei


deine 

Gedanken


deine 

Visionen


deine 

Kraft


und 

sei sie

noch 

so gering

  

erlebe

was 

Gott


aus 

deiner 

kleinen 

Kraft


Großes 

machen 

kann

 

„…ich bringe, was ich kann …“



26. Juni

„…weicht, nichtige Gedanken …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 478:

Nun sich der Tag geendet hat

 

   meine 

Gedanken  

bestimmen

mein Sein

 

mein 

Sein

prägt

meine Gedanken

 

meine 

Gedanken

und

mein 

Sein

beeinflussen

meine Gefühle

 

will ich

eins sein

mit 

mir


und


in mir

 Frieden  

spüren

 

muss ich

die nichtigen Gedanken

vertreiben

 

damit

 

mein 

Denken

Gehalt 

gewinnt

  

mein 

Sein

Gestalt 

annimmt

  

mein

 Fühlen

Kontakt 

aufnimmt

 

mit dem

URGRUND

 

mit dem

WORT

 

mit der

LIEBE

 

deshalb:

„…weicht, nichtige Gedanken …“

  

25. Juni

„…Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 477:

Nun ruhen alle Wälder

 

es ist verwoben dieses bunte Band des Lebens

alles knüpft sein Los mit andrem Glück

ein fremdes Unglück fällt am Ende auch auf mich zurück

die Flucht davor ist meist vergebens

 

Tag folgt auf Tag und Nacht auf Nacht

Geburt auf Tod

Segen nach Not

so viel geweint so viel gelacht

 

also sollt´s dich doch  kümmern wenn in China ein Sack Reis umfällt

wenn woanders Hungersnöte schmerzen

dort leere Bäuche hier kalte Herzen

komm lass dich berühren vom schlimmen Lauf der Welt


   denn alles Leben ist Leben inmitten von Leben  

das leben will auf dieser Erde

so unsinnig also wenn ich Leben gefährde

anstatt dem Leben eine Chance zu geben

 

sieh die Bäume in den Wäldern

nimm wahr die Menschen in Dörfern Städten

alles Leben gilt´s  zu retten

Pflanzen und Tiere auf den Feldern

 

Trag deinen Teil dazu und sei am Start

leb mit Ehrfurcht deine Tage

werde niemanden zur Plage

der Kampf ist mühsam er ist hart

 

sei ein Segen in des Daseins feinem Gefüge

tu andern gut sei zärtlich stark

lass los zur Nacht gestalt den Tag

sei wahrhaftig ohne Lebenslüge

 

dann kann´s gelingen

wegen dir wird es für andre gut

machst Mensch und Tier und Pflanzen Mut

die dann ein Loblied auf dich singen

 

so soll es sein wir sind so viele

die es nicht beim Alten lassen

die Probleme bei der Wurzel fassen

aufrechter Gang fest im Blick sind unsre Ziele

 

Leben soll werden

und Hoffnung Liebe Glaube

auf dass uns niemand die Zuversicht raube

Friede auf Erden

für:

„…Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder …“ 



24. Juni

„…schaff dass mein Geist dich ungehindert schaue …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 476:

Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet

 

wie oft 

steht 

unsrer Sicht  


Ungutes 

im Weg


verletzte Eitelkeit

trübt uns 

den Blick

 

so vieles hindert uns

den Blick klar 

zu erheben


im Gegenüber

den Mitmenschen 

zu erkennen

 

wir werden blind und blinder

wenn wir uns 

nur auf das verlassen

was der erste Eindruck 

uns eingibt

 

wir machen unser Bild zurecht

und werden meist nur uns gerecht

die Mitwelt verliern wir aus dem Blick

so kommt kaum Resonanz zurück

 

gib Gott dass wir 

ungehindert 

schauen


diese Welt

wie du sie 

gemeint


diese Menschen

wie du sie 

geliebt


gib Gott dass wir 

ungehindert 

schauen


dich

wie du dich 

offenbarst

 

als

Liebe

Liebe

nichts 

als 

Liebe

 

schenk uns den Blick

der uns 

befreit

von unserm kleinen 

Ego

 

der unsre Augen 

öffnet


im 

Gesicht


in den 

Händen


in den 

Herzen

 

schenk uns

den 

unverstellten Blick


damit wir

frei 

werden


von dem

was uns am Leben 

hindern will

 

lass

 Licht

in 

unsre Seele 

fallen

 

„…schaff dass mein Geist dich ungehindert schaue …“ 


23. Juni

„…lass mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 475:

Werde munter mein Gemüte

 

von 

Bedrohung 

umgeben


allerorten 

Gefahr

  

spätestens 

wenn wir die Augen schließen

loslassen

in den Schlaf 

sinken

 

sind wir 

machtlos

wehrlos

ungeschützt

 

ausgeliefert 

dem 

Geschehen


um 

uns


in 

uns

 

nicht mehr 

Herr

über 

Gedanken 

Gefühle 

Stimmungen


(als ob wir das wären

wenn wir wachen …)

 

nicht mehr

Herr 

der 

Lage

 

wen wundert es 

dass wir immer wieder

aufgeschreckt

hochfahren 

aus dem Schlaf

 

im Schlaf

üben wir ein:


uns 

in die Hand 

eines Größeren 

zu begeben


darauf 

zu vertrauen

dass er uns mit 

seinem Segen 

zudeckt

schützt

behütet

 

Herzschlag 

um 

Herzschlag


langsamer 

werden


in uns ruhen


sanft und süß

empfinden:

FRIEDEN


   im Nachtgebet

alle Angst 

abgeben


für ein paar Stunden

sein

wie 

im Auge des Sturms


neu 

werden


erfrischt

nach 

überstandner Nacht


den Kampf 

wagen


Bote des Lichts 

sein


 „…lass mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh …“


22. Juni

„…zur Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 474:

Mit meinem Gott geh ich zur Ruh

 

wie eine Auszeit

nach einem wilden Rennen

von Termin zu Termin

 

alles muss

zur Ruhe kommen

zwangsläufig

läuft nichts mehr

damit sich nicht ausbreitet


das 

Virus


der 

Luxus


die 

Dekadenz


die 

Unachtsamkeit


die 

Gewissenlosigkeit


 wie eine Auszeit  

eine Bank


komm setz dich her

denk nach

über dein Leben

komm zur Ruh

 

schließ die Augen

ruh dich aus

und dann

lass dir


die Augen öffnen


sieh genauer hin


am besten

mit den Augen

deines Herzens

 

in der Ruhe

liegt die Kraft


setz deine Schritte 

bewusst


damit sich ausbreite


das 

Heil


das 

Reich Gottes


die 

Demut


die 

Achtsamkeit


die 

Menschlichkeit


die 

Genügsamkeit


die 

Dankbarkeit

 

lass los 

zur 

Nacht


geh los

am 

Morgen


du bist nicht ewig hier


nutze die Zeit

pflücke den Tag


sei bereit

 

„…zur Ruh …“ 


21. Juni

„…dein Wort ist wahr und trüget nicht …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 473:

Mein schönste Zier und Kleinod bist


wenn er 

Liebe 

sagt  


meint er 


Liebe

 

wenn er 

segnet


spendet er 


Segen

 

wenn seine Hände

heilend 

Bände sprechen


heilt er 


Leid

 

ein Wort

FÜRCHTE

trägt mich

durch 

mein Leben

 

ein Wort

DICH

hält mich

in 

der Nacht

 

ein Wort

DICH

öffnet mir

den 

neuen 

Tag

 

ein Wort

NICHT

macht mir Mut

auf 

neues 

Glück

 

so mache

ich mich

auf 

den 

Weg


mit 

nichts


als


seinem 

Wort

  im Herzen


damit 

aber


hab ich


alles


was ich 

brauche 

zum Leben 

 

weil 

er 

spricht

fürcht

ich mich 

nicht

 

getragen 

von seinem Wort

wachse ich 

über 

mich 

hinaus


dem 

Gelingen 

entgegen

 

„…dein Wort ist wahr und trüget nicht …“ 



20. Juni

„…der mich leit und führ …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 472: Der Tag hat sich geneiget


in diesen krisenreichen Zeiten  

wird unerbittlich offenbar

wie oft man auf dem Holzweg war

mit Hochmut einfach fortzuschreiten

 

es ist tatsächlich kaum zu fassen

wie eng begrenzt die Ego-Sicht

das Dunkel bringt und wenig Licht

statt weite Sicht nur finstre Gassen

 

in denen man sich trifft allein

mit seiner kleinen Sicht der Dinge

als ob davon das Heil abhinge

so wenig Sein und zuviel Schein

 

in diesen krisenreichen Tagen

muss man sein Ego überwinden

mit andern einen Weg dann finden

muss viel Gespräch Gemeinschaft wagen

 

damit über dieser armen Erde

ein neuer Morgen hell erscheine

und alle Menschen Hoffnung eine

dass Leben und dass Frieden werde

 

wir brauchen deshalb ein Gespür

gestirnter Himmel weit gespannt

Gottes Segen gutes Land

ER ist es der uns leit und führ

 

nach Nacht und Nacht

kommt Morgen steter Neubeginn

leg Gott doch deine Sorgen hin

vertraue seiner starken Macht

 

das Unheil kann ins Heil sich wenden

wenn du und ich gemeinsam bitten

verleih doch Gott Schwung unsren Schritten

gib Kraft und Sanftmut unsren Händen

 

lass dich berühren  sei doch offen

ich bin dein Feind nicht / Mensch wie du

lauf 1000 Schritt in deinen Schuh

dein Lachen lässt mich wieder hoffen

 

Du und ich wir sind gesegnet

Hand in Hand ist die Devise

gemeinsam besser durch die Krise

wie schön dass wir uns jetzt begegnet

 

„…der mich leit und führ …“ 



19. Juni

„…send uns deinen Engel …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 471: Die Nacht ist kommen

         Bild: Peggy Györkös             


versuch

noch 

einmal 

einzuschlafen

 

du 

holperst

und

stolperst

durch 

die 

Nächte

 

du 

schickst 

einen 

Engel

an 

andere


die von Sorgen schwer

um 

den Schlaf gebracht

 

der Engel passt auf

sagst du

dass nur friedliche Träume durchkommen


  blauer 

Flügel


liebendes

Flügelherz


und 

wenn er sanft

mit 

den Flügeln 

schlägt

sorgt 

er 

für ein laues Lüftchen

 

versuch

noch 

einmal 

einzuschlafen

 

von 

guten Mächten

wunderbar 

geborgen


atmest

du dich

tief 

und 

ruhig


in 

den 

Schlaf

„…send uns deinen Engel …“


18. Juni

„…unser armes Lied rühmet dich …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 470: Der du bis drei in Einigkeit


  wir dürfen  

nicht 

gemeinsam 

singen

wegen 

der

erhöhten Ansteckungsgefahr

 

also stehe ich

über dem Tal

meiner Kommune

 

sehe die Dächer

stelle mir 

die Menschen

in 

und 

vor den Häusern vor

 

ich

singe 

mein Lied


rühme 

unsern Gott

der uns

tausendundeine Möglichkeit gibt

ihm zu 

danken

ihn zu 

loben

 

bevor 

der Tag

zum

Abend

wird


und


der Abend

zur 

Nacht 


 

singe 

ich


in der 

Hoffnung


in der 

Gewissheit


dass 

bald schon

bald

 

unser 

gemeinsamer 

Lobgesang


am 

Morgen


und 


am 

Abend


aus der 

Tiefe 

zum 

Himmel 

steigt

 

Gott zur Ehre

der 

unser Leben 


geschaffen

bewahrt

erlöst

 

ich singe

in Gedanken mit den vielen

die 

mit mir 

gesungen


singen 

werden


Befiehl du deine Wege

und

Laudato si

 

in Gedanken 

schlage ich

die Gitarre 

schnell 

im Takt

 

es kommt 

der Tag


obwohl 


es Abend wird


kommt

der Tag


„…unser armes Lied rühmet dich …“ 


17. Juni

„…und bist des Lichtes Prediger …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 469: 

Christe, du bist der helle Tag

 

wenn du

von Gott 

sprichst


sprich

von IHM

der 

von sich 

gesagt:


Ich bin das Licht der Welt

 

wenn du

von Gott 

sprichst

 

sei

Prediger

des Lichts

 

wenn du

von Gott 

sprichst


sprich von IHM

der als Licht

scheint 

in der Finsternis

und die Finsternis 

hat´s 

nicht ergriffen

 

sei

Prediger

des Lichts

 

wenn du

im Namen Gottes

sprichst

 

zu

den 

Menschen


die

manchmal

nicht 

wissen


wohin


mit 

all der Nacht

              

bringe 

Licht


wenn 


du

von

 Gott 

sprichst


 „…und bist des Lichtes Prediger …“


16. Juni

„…hiermit sollst du gesegnet sein …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 468: 

Ach lieber Herr Jesu Christ, weil du ein Kind gewesen bist


dass 

einer


Gutes 


zu mir sagt


wenn 


ich

mich 

lege

 

ein

„Gute Nacht“

und

„hab dich lieb“

 

ein 

Lied


eine 

Geschichte


und

noch 

eine

 

bis die Augen

schwer 

wie Blei

zu 

Nachte 

fallen

 

ich nur noch 

ahnungsweise 

spüre


die Schritte

die sich 

leise 

wie ein Luftzug

entfernen 

wollen

 

nicht

 

ohne 

zuvor

mit sanfter Hand

die Decke 

glatt 

zu 

streichen

 

du hörst 

dich 

im Halbschlaf 

sagen


„lass die Tür

noch einen Spalt 

weit 

offen“


und


schläfst 

gesegnet 

ein

 

Mutter

Vater

sind bei dir


auch 

wenn sie

lange 

schon 

gegangen


sind dir

in der Erinnerung 

so nah


wie der

der 

dich 

erschaffen

 

ER

schläft 

und 

schlummert 

nicht


birgt dich 

sicher

unter 

seinen 

Fittichen

 

ein Leben lang

wird das 

nicht 

enden


nicht mal

in der 

letzten Nacht


die 

anbricht


vor 


dem 

Morgenglanz 

der 

Ewigkeit


„…hiermit sollst du gesegnet sein …“


15. Juni

„…lass schlafen uns mit Fried und Ruh …“

aus: Evangelisches Gesangbuch 467: Hinunter ist der Sonnen Schein

 

Nach einem Tag mit Kampf und Last

legst du dich endlich deckst dich zu

hoffst auf ein paar Stunden Fried und Ruh

für Leib und Seele eine Rast

 

aber  im Viereck die Gedanken jagen

all dein Erlebtes klingt noch nach

 du liegst doch Unruh füllt das Schlafgemach

wird höchste Zeit um ein Gebet zu wagen

 

Gott du hast den Sturm zum Schweigen bracht

ich brauch jetzt deine starke Hand

die mich sanft führt in Schlafes Land

schenk mir die Ruhe dieser Nacht

 

du spürst wie sich die Wogen glätten

schließt deine Augen lässt dich fallen

Gott schick deinen Frieden doch zu allen

stell deine Engel um die Betten

 

„…lass schlafen uns mit Fried und Ruh …“

  

 
 
 
 
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